Prüfen heißt auch melden, was fehlt
Eine Analyse stellt jedem Dokument derselben Art dieselbe festgelegte Frage: stehen die nötigen Angaben drin, stimmen sie mit Stammdaten und Regeln überein, wo weicht es ab. Entscheidend ist der zweite Teil — die Fehlstelle. Was nicht im Dokument steht, wird als Lücke gemeldet und nicht mit einem plausiblen Wert gefüllt.
Warum ist die Zusammenfassung der falsche Ansatz?
Weil sie das Gegenteil dessen tut, was eine Prüfung braucht. Vier Unterschiede entscheiden darüber, ob ein Ergebnis im Arbeitsablauf brauchbar ist.
Wie läuft eine Prüfung ab?
Vier Schritte, jeder nachvollziehbar und jeder protokolliert.
Kriterien festlegen
Welche Angaben müssen vorhanden sein, welche Werte sind zulässig, was gilt als Abweichung. Diese Liste stammt aus Ihrem Fachbereich — sie ist der eigentliche Kern des Projekts.
Angaben herausziehen
Inhaltlich zugeordnet statt nach Position im Layout, damit ein abweichendes Formular die Prüfung nicht scheitern lässt.
Gegen Regeln prüfen
Abgleich mit Stammdaten, Grenzwerten oder Musterdokumenten. Widersprüche werden markiert, nicht überschrieben.
Ergebnis mit Beleg ausgeben
Vergleichbare Felder statt Fließtext, jeder Fund mit Fundstelle, jede Lücke als Lücke — als Tabelle oder direkt ins Zielsystem.
Wie kommen wir zum Produktivbetrieb?
Kriterienaufnahme
3–5 TageWorkshop mit den Menschen, die heute prüfen. Das Ergebnis ist die Prüfliste — auch dann wertvoll, wenn das Projekt hier endet.
PoC an echten Dokumenten
1–2 WochenZwanzig Ihrer Dokumente, darunter die Problemfälle. Ergebnis ist eine Trefferquote je Kriterium statt eines Gesamtwerts.
Pilot im Schattenbetrieb
2–4 WochenAutomatische Prüfung parallel zur Handarbeit. Verglichen wird in beide Richtungen: was übersieht das System, was übersieht der Mensch.
Produktivbetrieb
4–8 WochenAnbindung an Ablage und Zielsystem, Prüfliste für unsichere Fälle, Verfahren für neue Dokumentenarten und geänderte Kriterien.
Wofür das nicht gedacht ist
FAQ
Was heißt «Dokumente analysieren» konkret?+
Worin liegt der Unterschied zur Zusammenfassung?+
Wie verlässlich sind die Ergebnisse?+
Erfindet das System Angaben, die nicht im Dokument stehen?+
Welche Dokumente eignen sich?+
Bleiben die Dokumente vertraulich?+
Was kostet das?+
Zwanzig Dokumente und Ihre Prüfliste
Schicken Sie uns zwanzig typische Dokumente und die Kriterien, nach denen heute geprüft wird. Sie bekommen die Auswertung als Tabelle zurück — mit Fundstellen und mit den Lücken, die dabei sichtbar werden.