Was kostet die Einführung von KI im Unternehmen?
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Ein abgegrenztes erstes Projekt beginnt bei rund 5.000 € für Discovery und Proof of Concept, ein produktiver Rollout liegt je nach Integrationstiefe im mittleren fünfstelligen Bereich. Teuer wird nicht die Technik, sondern der Zugriff auf die Daten: 60 bis 70 Prozent des Aufwands entfallen auf Anbindung, Rechte und Datenqualität.
Warum nennt niemand einen Preis?
„Was kostet KI” ist ungefähr so präzise wie „was kostet Software”. Der Preis hängt fast vollständig davon ab, wie tief das System in Ihre bestehende Landschaft greifen muss — und praktisch nicht davon, welches Modell darunter läuft.
Das ist der erste Punkt, der in Angeboten oft untergeht: die Modellkosten sind der kleinste Posten. Teuer sind Anbindung, Rechte, Datenqualität und Betrieb.
Die drei Kostenblöcke
1. Discovery und Proof of Concept — ab 5.000 €
Datenaudit, Workshop mit dem Fachbereich, ein durchgerechneter Anwendungsfall, PoC. Ergebnis ist keine Präsentation, sondern eine Entscheidungsgrundlage: welcher Bestand, welcher Nutzen, welcher Aufwand.
Wer diesen Schritt überspringt, zahlt ihn später doppelt — dann heißt er „Projektverlängerung”.
2. Pilot — zwei bis vier Wochen
Ein abgegrenzter Bestand, wenige Nutzer, echte Fragen aus dem Tagesgeschäft. Hier entstehen die einzigen Zahlen, die zählen: Trefferquote, Quellentreue und der Anteil ehrlicher Fehlanzeigen. Ein Pilot, der nur zeigt, dass „KI antworten kann”, ist verschenktes Geld.
3. Produktivbetrieb — vier bis acht Wochen Einführung
Voller Bestand, alle Nutzer, Anbindung an SharePoint, Confluence, Netzlaufwerke oder Fachsysteme, Rollen und Rechte, Protokollierung, ein Verfahren für neue Dokumente. Je nach Integrationstiefe bewegt sich das im mittleren fünfstelligen Bereich.
Wofür zahlt man tatsächlich?
| Posten | Anteil am Aufwand |
|---|---|
| Datenzugriff, Rechte, Datenqualität | 60–70 % |
| Fachliche Abstimmung und Tests | 15–25 % |
| Modell, Inferenz, Betrieb | 10–15 % |
Diese Verteilung überrascht viele — und erklärt, warum ein Anbieter, der nur über Modelle spricht, den größten Teil des Projekts noch gar nicht angeschaut hat.
Was kostet der Betrieb danach?
Zwei Posten, beide klein im Vergleich zur Einführung:
- Inferenz nach Verbrauch. Für einen Assistenten über einige hundert Dokumente mit 20–50 Nutzern liegt das im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Eurobereich monatlich. Wer Prefix-Caching nutzt, zahlt für wiederkehrende Kontexte deutlich weniger.
- Pflege. Neue Vertragsfassungen, ausgelaufene Dokumente, geänderte Rechte. Das ist der Posten, den Projekte gern vergessen und der über die Halbwertszeit des Systems entscheidet.
Woran man ein Angebot erkennt, das teuer wird
- Es nennt kein Verfahren für die Datenanbindung, sondern nur ein Modell.
- Es enthält keinen Piloten mit messbaren Abbruchkriterien.
- Der Verarbeitungsort der Daten steht nicht drin — das wird spätestens im Datenschutz-Review zum Projektstopp.
- Es gibt keine Aussage dazu, was passiert, wenn die Antwort nicht in den Dokumenten steht. Ein System ohne ehrliche Fehlanzeige erzeugt Folgekosten, keine Ersparnis.
- Der Betrieb ist nicht beziffert, nur die Einführung.
Wie kommen Sie an Ihre eigene Zahl?
Nehmen Sie den Prozess, der heute die meiste qualifizierte Zeit frisst, und rechnen Sie zwei Werte aus: wie oft er am Tag stattfindet und wie lange er dauert. Alles Weitere ist Multiplikation — und der Pilot ersetzt Ihre Schätzung durch Messwerte.
Wir machen genau das im Discovery-Workshop, und Sie behalten die Rechnung auch dann, wenn Sie sich gegen das Projekt entscheiden.