EU AI Act Beratung und Umsetzung — die technische Seite
Wir nehmen auf, welche KI-Systeme bei Ihnen tatsächlich laufen, ordnen jeden Anwendungsfall einer Risikoklasse zu und erzeugen die Nachweise, mit denen Ihre Rechtsabteilung und die Prüfung arbeiten können. Für ein Unternehmen mit Standardwerkzeugen sind das zwei bis drei Wochen. Was wir nicht tun: Rechtsberatung — die bleibt bei Ihrer Kanzlei, wir arbeiten ihr zu.
Woran hängt es in der Praxis?
Nicht am Regelwerk — das ist lesbar. Es hängt daran, dass niemand im Haus sagen kann, welche KI-Werkzeuge tatsächlich im Einsatz sind und was sie mit welchen Daten tun. Die Verordnung selbst ist dabei selten das Hindernis. Aufwand entsteht dort, wo niemand weiß, welche Systeme im Haus tatsächlich laufen — und diese Liste ist regelmäßig länger als die, welche die IT führt, weil Fachbereiche eigene Werkzeuge beschaffen.
- Fachbereiche haben Werkzeuge eigenständig eingeführt; eine Gesamtliste existiert nicht.
- Der Anbieter kann nicht belegen, wo verarbeitet wird — damit endet das Gespräch in der Compliance.
- Die Einstufung steht in einer Präsentation, aber ohne Begründung, die einer Prüfung standhält.
- Artikel 4 ist bekannt, der Schulungsnachweis fehlt.
Was bekommen Sie am Ende?
Artefakte, nicht Empfehlungen. Alles, was entsteht, gehört Ihnen und ist prüfbar.
Systemregister
Vollständige Liste der eingesetzten KI-Werkzeuge mit Zweck, Datenarten, verantwortlicher Person und Datum — inklusive der Werkzeuge, die Fachbereiche selbst eingeführt haben.
Einordnung je Anwendungsfall
Risikoklasse mit schriftlicher Begründung. Der Anwendungsfall entscheidet, nicht die Technik: dasselbe Modell kann minimal oder hochriskant sein.
Technische Dokumentation
Wie das System arbeitet, welche Daten es verarbeitet, wo verarbeitet wird, welche Unterauftragsverarbeiter beteiligt sind.
Nutzungsregel für Mitarbeiter
Eine Seite: welche Werkzeuge erlaubt sind, welche Daten hineindürfen, wer bei Zweifeln entscheidet. Verhindert im Alltag mehr als jede Schulungsstunde.
Schulungsnachweis nach Artikel 4
Einweisung bezogen auf Ihre Systeme, Teilnehmerliste, Unterlagen — die vier Dokumente, die eine belastbare Akte ergeben.
Belegketten
Wo KI Aussagen produziert, zeigt jede Aussage auf ihre Quelle. Das ist der Unterschied zwischen plausibel und prüfbar.
Wie läuft es ab?
In vier Abschnitten, von denen der erste den Umfang aller weiteren bestimmt: die Bestandsaufnahme. Sie funktioniert nur ohne Sanktionsandrohung — wer fragt, um zu ahnden, bekommt eine unvollständige Liste und baut die Dokumentation auf einer Lücke auf. Erfahrungsgemäß tauchen dabei Werkzeuge auf, von denen die IT nie gehört hat, weil Fachbereiche sie selbst beschafft haben.
Bestandsaufnahme
3–5 TageInterviews mit den Fachbereichen, Sichtung der eingesetzten Werkzeuge, erste Einordnung. Ergebnis: Systemregister mit offenen Punkten.
Einordnung und Dokumentation
1–2 WochenKlassifizierung jedes Anwendungsfalls mit Begründung, technische Dokumentation, Nutzungsregel, Schulungsunterlagen.
Übergabe und Einweisung
1 WocheSchulung der Mitarbeiter, Übergabe der Artefakte an Rechtsabteilung und Prüfung, Fahrplan für offene Hochrisiko-Fälle.
Was kostet das und wie lange dauert es?
Der Umfang hängt an einer Frage: Setzen Sie Standardwerkzeuge ein oder Anwendungen, die Personen bewerten? Im ersten Fall reden wir über zwei bis drei Wochen und den kleineren Rahmen. Im zweiten kommen Risikomanagement, menschliche Aufsicht und Konformitätsbewertung hinzu — das ist ein anderes Projekt mit anderer Nachweislast. Die Einordnung selbst kostet in beiden Fällen gleich wenig; teuer wird erst, was aus ihr folgt.
Die zweite Zahl ist bewusst gesetzt: unterhalb dieses Volumens rechnet sich ein Einführungsprojekt für beide Seiten nicht. Bei größerer Infrastruktur kalkulieren wir individuell — nach Zahl der Systeme, Datenquellen und Standorte.
Wann Sie uns nicht brauchen
Drei Fälle, in denen ein Projekt überflüssig ist. Wir sagen das im Erstgespräch — die Einordnung nach Artikel 4 und ein Schulungsnachweis sind für ein Unternehmen mit Standardwerkzeugen in wenigen Tagen erledigt, und dafür braucht es keinen Dienstleister.
- Wenn Sie eine rechtliche Bewertung suchen: dafür ist eine Kanzlei zuständig, nicht wir.
- Wenn im Haus nur ein Standardwerkzeug ohne Personenbezug läuft — Liste, Begründung und eine Einweisung schaffen Sie selbst, die Anleitung dafür steht auf unserer Seite zu den Pflichten.
- Wenn eine Zertifizierung erwartet wird: der AI Act sieht für Betreiber keine vor, und wir stellen keine aus.
- Wenn das Ziel ist, die Einstufung «minimal» zu bekommen, unabhängig vom Befund. Wir dokumentieren, was ist.
FAQ
Brauchen wir eine KI-Governance — und was ist das konkret?+
Sind Sie eine Rechtsberatung?+
Was bekommen wir am Ende in die Hand?+
Wie lange dauert das?+
Was kostet die Umsetzung des EU AI Act?+
Wir haben schon eine Kanzlei dafür. Was ergänzen Sie?+
Betrifft uns das überhaupt, wir nutzen nur ChatGPT?+
Der erste Schritt kostet Sie einen Termin
Im Discovery-Workshop nehmen wir den Bestand auf und sagen Ihnen, in welcher Risikoklasse Sie tatsächlich landen und was daraus folgt. Wenn sich zeigt, dass Sie das selbst erledigen können, sagen wir Ihnen das — die Bestandsaufnahme behalten Sie in jedem Fall.
Zuletzt aktualisiert: