Leistung · Einführung und Rollout

Die Technik ist selten der Engpass

Eine Einführung dauert von der Aufnahme bis zum Produktivbetrieb typischerweise drei bis vier Monate. Verlängert wird sie fast nie durch Modelle oder Schnittstellen, sondern durch offene Zuständigkeiten, wartende Freigaben und einen Fachbereich, dessen Zeitaufwand niemand eingeplant hat. Diese Seite beschreibt den Ablauf und die drei Rollen, ohne die er nicht funktioniert.

3–4 Monate
von der Aufnahme bis zum Betrieb
3 Rollen
die Sie im Haus besetzen müssen
ab 5.000 €
Discovery mit PoC

Woran hängt der Zeitplan wirklich?

Vier Dinge verzögern Einführungen regelmäßig — und keines davon ist technisch. Wer sie vorher benennt, spart mehr Zeit als jede Werkzeugentscheidung.

Niemand darf abnehmen. Ohne eine Person, die verbindlich sagt «das Ergebnis ist gut genug», läuft die Rückmeldeschleife endlos weiter.
Zugänge und Schnittstellen sind nicht geklärt. Der Testzugang zum DMS ist häufiger der kritische Pfad als die Modellauswahl.
Der Fachbereich ist nicht freigestellt. Wer seine Fragen und Beispiele im Tagesgeschäft nebenbei liefern soll, liefert sie nicht.
Vorgeschaltete Datenaufräumprojekte. Sie verzögern um Monate und werden selten fertig — Auffindbarkeit und korrekte Rechte genügen für den Anfang.

Wer macht was?

Drei Rollen bei Ihnen, eine bei uns. Fehlt eine davon, verschiebt sich der Termin — nicht der Aufwand.

Fachliche Entscheidung

Eine Person aus dem Fachbereich, die beurteilen darf, ob ein Ergebnis brauchbar ist. Das ist die wichtigste Besetzung im ganzen Projekt und die am häufigsten offen gelassene.

Technischer Zugang

Jemand aus der IT für Zugänge, Schnittstellen und Rechte. Nicht als Vollzeitaufgabe, aber als benannte Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis.

Rückendeckung

Eine Führungskraft, die den Zeitaufwand des Fachbereichs deckt und die Priorität gegen das Tagesgeschäft durchsetzt.

Umsetzung und Betrieb

Unsere Seite: Aufbau, Anbindung, Betrieb der Inferenz in der EU, Einweisung und die Übergabe der Kontrolle an Ihr Team.

Wie ist der Ablauf gegliedert?

01

Aufnahme und Auswahl

1–2 Wochen

Welche Tätigkeit kostet messbar Zeit, welche Daten liegen dafür vor, wer ist betroffen. Ergebnis ist die Entscheidung für einen Anwendungsfall — mit Zahlen, nicht mit Eindrücken.

02

PoC an echten Daten

1–2 Wochen

Ihre Dokumente, Ihre Fragen. Danach steht eine belastbare Aussage über Trefferquote und Grenzen, bevor Budget für den Rollout gebunden wird.

03

Pilot mit Abbruchkriterien

2–4 Wochen

Abgegrenzter Bereich, echte Arbeit, vorher vereinbarte Schwellen. Ein Pilot ohne Abbruchkriterien endet in einer Diskussion über Eindrücke.

04

Rollout und Übergabe

4–8 Wochen

Anbindung, Rollen und Rechte, Nutzungsregel auf einer Seite, Einweisung an Ihren Daten — die zugleich die Schulungspflicht nach Artikel 4 des EU AI Act erfüllt.

Was gehört in die Kalkulation?

ab 5.000 €
Discovery mit Datenaudit und PoC
ab 25.000 €
Umsetzung auf bestehender Infrastruktur
Ihr Aufwand
Fachbereichszeit — der Posten, der meist fehlt

Der dritte Posten wird in Angeboten selten genannt und entscheidet trotzdem über den Termin. Rechnen Sie im Pilot mit mehreren Stunden pro Woche für die Person, die fachlich abnimmt.

Wann sollten Sie nicht anfangen?

Solange niemand benannt ist, der fachlich abnehmen darf. Dann verschiebt sich nur der Zeitpunkt des Stillstands.
Wenn der Anwendungsfall aus der Geschäftsführung gesetzt wurde, ohne dass der Fachbereich ihn teilt — Akzeptanz lässt sich nachträglich nicht herstellen.
Wenn parallel eine Systemablösung läuft, die dieselben Schnittstellen betrifft. Dann warten Sie das Ende ab.
Wenn das Projektvolumen deutlich unter 25.000 € liegen soll.

FAQ

Wie läuft die Einführung von KI im Unternehmen ab?+
In vier Abschnitten: Bestandsaufnahme und Auswahl des Anwendungsfalls, PoC an echten Daten, Pilot mit vorher vereinbarten Abbruchkriterien, dann Rollout mit Anbindung, Rechten und Einweisung. Der Ablauf ist selten das Problem — die Zeit geht in die Entscheidungen zwischen den Abschnitten.
Wie lange dauert eine Einführung insgesamt?+
Von der ersten Aufnahme bis zum Produktivbetrieb typischerweise drei bis vier Monate, davon zwei bis vier Wochen Pilot und vier bis acht Wochen Rollout. Verlängert wird das fast nie durch Technik, sondern durch offene Zuständigkeiten und wartende Freigaben.
Wen brauchen wir dafür im eigenen Haus?+
Drei Rollen: eine Person im Fachbereich, die entscheiden darf, was ein gutes Ergebnis ist; jemanden aus der IT für Zugänge und Schnittstellen; und eine Führungskraft, die den Zeitaufwand des Fachbereichs deckt. Fehlt die erste Rolle, endet das Projekt in einer Endlosschleife aus Feedback ohne Abnahme.
Was kostet die Einführung von KI im Unternehmen?+
Der Discovery-Workshop mit Datenaudit und PoC startet bei 5.000 €. Ein Umsetzungsprojekt auf bestehender Infrastruktur beginnt bei 25.000 €. Dazu kommt der laufende Betrieb — und der Aufwand Ihres Fachbereichs, der in Kalkulationen regelmäßig fehlt.
Wie überzeugen wir die Mitarbeiter?+
Nicht mit einer Ankündigung, sondern mit Beteiligung an der Auswahl. Wer benennen darf, welche Tätigkeit ihn am meisten Zeit kostet, verteidigt das Ergebnis später. Die Reihenfolge umzudrehen — Werkzeug einführen, dann Akzeptanz herstellen — ist der teuerste Fehler in diesem Prozess.
Was gehört in eine Nutzungsregel?+
Eine Seite: erlaubte Werkzeuge, erlaubte Daten, klare Tabus wie Kundennamen und Personaldaten in nicht freigegebenen Diensten, und wer bei Zweifeln entscheidet. Länger als eine Seite liest sie niemand, und dann gilt sie faktisch nicht.
Müssen wir vorher etwas an den Daten tun?+
Meistens weniger als befürchtet. Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern dass die Bestände auffindbar sind und die Zugriffsrechte stimmen. Ein Datenaufräumprojekt vorzuschalten verzögert um Monate und wird selten fertig.

Der Punkt, an dem es meistens hakt

Bevor wir über Werkzeuge sprechen: benennen Sie die Person, die am Ende sagt, ob das Ergebnis gut genug ist. Wenn diese Frage im Haus schwierig zu beantworten ist, haben Sie das Wichtigste über Ihr Projekt bereits erfahren.