Leistung · Verträge

Vertragsprüfung beginnt dort, wo die Sucharbeit endet

Das System findet die Klauseln, vergleicht sie gegen Ihre eigenen Musterverträge und markiert Abweichungen und Fehlstellen — jede mit Verweis auf Dokument und Absatz. Was es nicht tut: den Vertrag bewerten. Diese Entscheidung bleibt bei Ihren Juristen, und sie beginnt mit einer Liste statt mit hundert ungelesenen Seiten.

100 %
der Funde mit Fundstelle belegt
Ihre Muster
als Maßstab statt Marktüblichkeit
EU
Verarbeitungsort der Dokumente

Wo geht die Zeit bei der Vertragsprüfung hin?

Nicht in die juristische Beurteilung — die ist der kürzere Teil. Vier Tätigkeiten davor fressen den Großteil des Aufwands, und alle vier sind Suchen statt Denken.

Die relevanten zwölf Stellen in hundert Seiten finden, bei jedem Vertrag aufs Neue.
Gegen den eigenen Standard abgleichen — mit dem Musterdokument im zweiten Fenster und dem Blick hin und her.
Fehlstellen erkennen: nicht was falsch drinsteht, sondern was gar nicht geregelt ist. Das übersieht man beim Lesen leichter als eine schlechte Klausel.
Bei Vertragsbeständen dasselbe hundertfach, etwa wenn eine Gesetzesänderung eine Klauselart im ganzen Portfolio betrifft.

Was übernimmt das System?

Vier Arbeitsschritte, die vor der juristischen Bewertung liegen.

Klauseln erkennen und einordnen

Haftung, Kündigung, Gewährleistung, Datenschutz, Gerichtsstand — inhaltlich zugeordnet, auch bei ungewohnter Gliederung oder abweichender Benennung.

Gegen Ihre Muster vergleichen

Maßstab sind Ihre Klauselbibliothek und Ihre Verhandlungsgrenzen, nicht ein allgemeiner Begriff von Marktüblichkeit.

Fehlstellen melden

Was fehlt, wird als Fehlstelle ausgewiesen statt mit einer plausiblen Formulierung gefüllt. Kein Vorschlagstext an einer Stelle, an der der Vertrag schweigt.

Portfolio durchsuchen

Dieselbe Frage über den gesamten Bestand: welche Verträge enthalten diese Klauselart, welche laufen wann aus, welche verweisen auf eine geänderte Norm.

Wie kommen wir dahin?

01

Musteranalyse

3–5 Tage

Wir nehmen Ihre Musterverträge und Verhandlungsgrenzen auf. Das ist die Grundlage — ohne sie prüft das System gegen die falsche Messlatte.

02

PoC an echten Verträgen

1–2 Wochen

Zehn bis zwanzig Ihrer Verträge, darunter die unangenehmen. Ergebnis ist eine Trefferliste, die Ihre Juristen gegenlesen und bewerten.

03

Pilot im Tagesgeschäft

2–4 Wochen

Die Vorarbeit läuft parallel zur gewohnten Prüfung. Verglichen wird, was das System findet und was der Mensch findet — beides in beide Richtungen.

04

Produktivbetrieb

4–8 Wochen

Anbindung an DMS oder Vertragsablage, Rollen und Rechte, Verfahren für neue Vertragsarten und geänderte Standards.

Was wir hier ausdrücklich nicht tun

Keine Rechtsberatung und keine Bewertung. Wir liefern Funde mit Fundstelle, die Beurteilung bleibt bei Ihren Juristen.
Keine automatische Freigabe oder Unterzeichnung. Ein Vertragsabschluss gehört nicht hinter eine Wahrscheinlichkeitsschwelle.
Keine Formulierungsvorschläge für fehlende Klauseln — eine Fehlstelle wird gemeldet, nicht gefüllt.
Keine Arbeit an Beständen, deren Scanqualität nicht lesbar ist. Das prüfen wir an einer Stichprobe, bevor der Bestand angefasst wird.

FAQ

Kann KI Verträge rechtssicher prüfen?+
Nein — und wer das verspricht, verkauft ein Haftungsrisiko. Was funktioniert: Klauseln finden, gegen Ihre eigenen Standards vergleichen, Abweichungen und Fehlstellen markieren. Die Bewertung dieser Funde bleibt bei Ihren Juristen; das System liefert ihnen die Vorarbeit statt der Entscheidung.
Was genau spart das an Zeit?+
Den Durchgang, bei dem heute jemand hundert Seiten liest, um die zwölf relevanten Stellen zu finden. Nach der Vorarbeit steht die Liste der Abweichungen samt Fundstelle bereit — die juristische Beurteilung beginnt dort, wo sonst die Sucharbeit endet.
Woher weiß das System, was bei uns Standard ist?+
Aus Ihren eigenen Musterverträgen und Ihrer Klauselbibliothek. Ohne diese Grundlage vergleicht ein System gegen ein allgemeines Verständnis von Marktüblichkeit — und genau das ist bei Ihnen in der Regel nicht die Messlatte.
Was passiert mit vertraulichen Verträgen?+
Die Verarbeitung läuft auf unserer Infrastruktur in der EU, mit Auftragsverarbeitungsvertrag, Löschfristen und Rollenkonzept. Ihre Dokumente fließen nicht in das Training fremder Modelle.
Erfindet das System Klauseln, die nicht im Vertrag stehen?+
Dagegen ist die Antwortlogik gebaut: jede Aussage trägt den Verweis auf Dokument und Absatz, und wo keine Fundstelle existiert, gibt es keine Aussage. Fehlt eine Klausel im Vertrag, wird das als Fehlstelle gemeldet — nicht mit einer plausiblen Formulierung gefüllt.
Funktioniert das auch mit gescannten Altverträgen?+
Ja, sofern die Scanqualität lesbar ist. Bei Beständen aus den Archiven ist erfahrungsgemäß ein Teil so schlecht digitalisiert, dass er zuerst neu erfasst werden muss — das prüfen wir an einer Stichprobe, bevor der Bestand angefasst wird.
Was kostet das?+
Der Discovery-Workshop mit Analyse Ihrer Musterverträge und einem PoC an echten Dokumenten startet bei 5.000 €. Ein produktiver Ablauf auf bestehender Infrastruktur beginnt bei 25.000 €.

Ein Vertrag und Ihr Muster genügen

Schicken Sie uns einen echten Vertrag und das Musterdokument, gegen das er geprüft werden soll. Sie bekommen die Abweichungsliste mit Fundstellen zurück und sehen an Ihrem eigenen Material, wo die Vorarbeit endet und Ihre Arbeit beginnt.