Discerno · Recherchemaschine · früher Zugang

Der Auszug sagt, was eingetragen ist. Nicht, was heute stimmt.

Eine Firmenbuchabfrage kostet wenig und beantwortet wenig: Sie nennt Firmenwortlaut, Sitz und vertretungsbefugte Personen zum Stichtag der letzten Eintragung. Ob die eingetragene Geschäftsführerin dort noch arbeitet, was das Unternehmen gerade vorhat, und ob zwei ähnlich heißende Einträge dieselbe Einheit sind — dafür braucht es Recherche. Discerno liefert sie mit der Belegkette dazu.

FN · HRB · IČO
Registernummer als Schlüssel, nicht der Name
6
Prüfstufen für Adressen, kostenlose zuerst
3 528
AT- und SK-Firmen an einem Tag, eigener Lauf

Was im Auszug steht — und was nicht

Die Abfrage beim Firmenbuch oder beim Handelsregister ist der richtige erste Schritt und in Österreich über die Justiz, die WKO und mehrere Verlage zugänglich. Was sie liefert, ist der eingetragene Zustand: Firmenwortlaut, Rechtsform, Sitz, vertretungsbefugte Personen, Stichtag.

Vier Fragen, die vor einem Erstkontakt entscheiden, beantwortet sie nicht.Erstens: Arbeitet die eingetragene Person dort noch? Eintragungen laufen der Wirklichkeit um Monate bis Jahre hinterher.Zweitens: Was tut das Unternehmen gerade — investiert es, stellt es ein, hat es ein System gewechselt?Drittens: Sind zwei ähnlich heißende Einträge dieselbe wirtschaftliche Einheit oder zwei verschiedene?Viertens: Wo widersprechen sich die öffentlichen Quellen über diese Firma?

Die vierte wird am häufigsten übersehen und ist die teuerste. Eine Umsatzzahl, die in zwei Quellen unterschiedlich steht und die niemand als strittig markiert hat, wandert unbemerkt in ein Angebot.

Vier Eigenschaften, und alle vier sind schmal

Firmenüberblick und Personenprofil können viele Werkzeuge. Diese vier sind die Stellen, an denen Discerno tatsächlich besser ist — und das Produkt ist um sie herum gebaut, nicht um eine Funktionsliste.

Registeridentität statt Namensabgleich

Jeder Datensatz trägt die Registernummer (FN, HRB, IČO), das Registergericht und den eingetragenen Sitz — und einen ausdrücklichen Vermerk, wenn sich die Nummer nicht zuordnen ließ. Ein Name ist keine Identität: Mittelständler in Europa teilen sich Namen, und die falsche Zuordnung ist schlimmer als gar keine, weil sie niemandem auffällt.

Gesucht wird über lokale Registervorlagen — Firmenbuch und WKO für Österreich, ORSR und RegisterUz für die Slowakei —, weil ein slowakischer Hersteller über englischsprachige Quellen schlicht nicht auffindbar ist.

Ein Dokument, das entscheidet

Das Verkäuferdossier beginnt mit der Entscheidung: hingehen oder nicht, warum jetzt, über wen, und was den Abschluss verhindert. Die Gliederung folgt der These und nicht einer Vorlage — das ist der Unterschied zwischen sechzehn brauchbaren Seiten und fünfundsechzig, in denen kein Satz darüber steht, was mit der Firma zu tun ist.

Ein Ausgangsgate blockiert das Dokument, statt davor zu warnen: Wenn der Anteil unbelegter Absätze, die Streuung der Quellen oder die Widerspruchsfreiheit der Zahlen unter der Schwelle liegt, wird die Datei nicht herausgegeben.

Jede Adresse nennt die Stufe, die sie belegt hat

Sechs Stufen, die kostenlosen zuerst: Mustererzeugung, MX und Anbieter, Microsoft-365-Enumeration, wörtlicher Beleg auf einer lebenden Seite, dieselbe Seite aus dem Webarchiv — und erst dann eine bezahlte Prüfung, und die nur auf ausdrückliche Anforderung.

Ein geratenes Muster kommt als geraten gekennzeichnet zurück und darf nie als geprüft gelesen werden. Ein zugekaufter Finder lieferte auf unserem eigenen österreichisch-slowakischen Bestand 43 «Treffer», von denen drei tatsächlich geprüft waren; vier der übrigen waren falsch, weil aus Göth «goth» und aus Jürgen «jurgen» geworden war. Seither werden beide Schreibungen erzeugt und die Stufen entscheiden.

Widersprüche werden benannt, nicht geglättet

Wenn Quellen sich widersprechen — zwei Umsatzzahlen für dasselbe Jahr, zwei verschiedene Geschäftsführer —, kommt der Widerspruch als eigenes Feld zurück und wird nicht in flüssigen Text aufgelöst. Die meisten Rechercheprodukte verbergen die Abweichung dadurch, dass sie gut schreiben.

Das zählt überall dort, wo am Ende eine Entscheidung steht: Eine Zahl, die niemand als strittig markiert hat, wird drei Wochen später in einer Besprechung als Tatsache zitiert.

Warum das Gate blockiert statt zu warnen

Eine Warnung oben im Dokument wird einmal gelesen und danach übersehen, und das Dokument wandert ohne sie weiter. Deshalb gibt das Gate einen harten Zustand zurück: Liegt der Anteil unbelegter Absätze zu hoch, streuen die Quellen über zu wenige Domains, oder widerspricht sich das Dokument bei einer Zahl selbst, wird die Datei nicht herausgegeben.

Derselbe Mechanismus fängt einen Fehler ab, der beim Arbeiten für mehrere Auftraggeber entsteht. Ein Dossier trägt einen Vertraulichkeitsvermerk und ein Angebot, gegen das es geschrieben ist; die Namen der anderen Auftraggeber werden mitgegeben, damit das Gate blockieren kann, falls einer davon im Dokument auftaucht. Das ist kein gedachtes Risiko, sondern die Korrektur eines Vorfalls.

Mit der Länge hängt das zusammen. Die Gliederung aus der These abzuleiten statt aus einer Vorlage hat ein echtes Dossier von sechzehn Abschnitten auf zehn und von 187 auf 70 Kilobyte gekürzt, ohne dass eine tragende Tatsache verlorenging — die weggefallenen Abschnitte waren die, zu denen die Recherche nichts zu sagen hatte.

Passt

  • Recherche vor dem Erstkontakt in DACH und CEE, wo englischsprachige Quellen nicht hinreichen
  • Anreicherung einer Firmenliste gegen amtliche Register, mit der Registernummer als Schlüssel
  • Entscheidungsdokumente für benannte Zielkunden, bei denen die erste Seite ein Argument tragen muss
  • Recherche als API-Schritt in einem Agenten, einem CRM oder einer Auswertungsstrecke
  • Arbeit, bei der eine unbelegte Behauptung sichtbar als unbelegt stehen bleiben muss

Passt nicht

  • Kauf einer fertigen Kontaktdatenbank — das hier ist eine Recherchemaschine, kein Datenhändler
  • Massenlisten im Endkunden- oder Kleinstgewerbebereich, wo Abdeckung mehr zählt als Nachprüfbarkeit
  • Reines US-Geschäft, wo die etablierten Anbieter die bessere Abdeckung haben
  • Alles, was in Sekunden antworten muss: ein Dossier braucht fünf Minuten und mehr

Häufige Fragen

Was beantwortet eine Firmenbuchabfrage nicht?+

Sie sagt Ihnen, was eingetragen ist: Firmenname, Rechtsform, Sitz, vertretungsbefugte Personen, Stichtag der letzten Eintragung. Sie sagt nichts darüber, ob die eingetragene Geschäftsführerin dort noch arbeitet, was das Unternehmen gerade tut, ob es investiert oder einstellt, und ob zwei ähnlich heißende Einträge dieselbe wirtschaftliche Einheit sind. Genau diese vier Fragen entscheiden vor einem Erstkontakt, und keine davon steht im Auszug.

Wie unterscheidet sich das von Dealfront, Echobot oder ZoomInfo?+

Die verkaufen Abdeckung aus einer gepflegten Datenbank: Sie fragen einen Datensatz ab, der schon existiert. Discerno recherchiert auf Anforderung und gibt die Belegkette zurück — langsamer und teurer pro Firma, und genau dort lohnend, wo deren Abdeckung am dünnsten ist. Für einen österreichischen oder slowakischen Mittelständler halten die etablierten Datenbanken häufig einen Namen, eine geratene Adresse und einen Geschäftsführer, der 2019 gegangen ist.

Ist das ein Deep-Research-Werkzeug wie in ChatGPT?+

Verwandter Mechanismus, anderes Produkt. Jene schreiben einen Aufsatz für einen Menschen. Discerno gibt strukturierte Felder je Fragestellung zurück — Registeridentität, Entscheider, Anlässe, Widersprüche, Quellen —, weil das Ergebnis von einem CRM, einem Agenten oder einem Prüfschritt weiterverarbeitet werden soll und nicht nur gelesen. Der Fließtextbericht ist abschaltbar und bei Anreicherungsläufen standardmäßig aus.

Darf man das nach DSGVO überhaupt?+

Es werden geschäftliche Kontaktdaten und veröffentlichte Unternehmensinformationen verarbeitet — gewöhnliche B2B-Verarbeitung mit den üblichen Pflichten: Rechtsgrundlage, Informationspflichten gegenüber den erfassten Personen, Löschfristen. Die Inferenz läuft auf eigener Hardware im EWR, was die Drittlandfrage nach Kapitel V erübrigt, aber nicht den Rest. Wir sagen das deutlich, weil Anbieter in dieser Kategorie dazu neigen, es nicht zu tun.

Was kostet eine Auskunft?+

Eine Recherche kostet Rechenzeit und Websuchen, kein Datenbankabonnement — der Preis hängt an der Tiefe und an der Zahl der Firmen, nicht an der Zahl der Nutzer. Für laufende Anreicherung eines Bestands rechnen wir nach Umfang; für einzelne Dossiers nach Dokument. Belastbare Zahlen nennen wir, wenn der Umfang feststeht, und nicht vorher.

Kann man ein Dossier neu schreiben lassen, ohne erneut zu zahlen?+

Ja. Das Rohmaterial wird je Firma gespeichert und ein erneuter Lauf kann es wiederverwenden; das Umschreiben nach einer Änderung an Struktur oder Fragestellung dauert dann Minuten statt einer vollständigen kostenpflichtigen Sammlung. Eine frische Sammlung ist ein eigener Schalter — die Entscheidung ist also ausdrücklich und nicht versehentlich.

Ist es heute verfügbar?+

Nicht als Selbstbedienungsprodukt. Die Maschine läuft und wird intern genutzt — die Durchsatzzahlen auf dieser Seite sind eigene Läufe, keine Kundenergebnisse —, die Oberfläche wird gerade fertiggestellt. Wenn eine der vier Eigenschaften oben das ist, was Ihnen fehlt, lohnt das Gespräch jetzt: die Form der ersten externen Installation steht noch nicht fest.

Früher Zugang, solange die Form noch offen ist

Die Maschine läuft, die Selbstbedienungsoberfläche noch nicht. Wenn Registeridentität in DACH und CEE, ein Entscheidungsdokument statt einer Zusammenfassung oder ein benannter Widerspruch das ist, was Ihnen fehlt, ist jetzt der nützliche Zeitpunkt für ein Gespräch — die erste externe Installation ist noch nicht entworfen.

Nach frühem Zugang fragen

Zuletzt aktualisiert: