BMD Belege automatisch erfassen — geprüft statt nur ausgelesen
Belege werden ausgelesen, gegen Ihre Stammdaten und die Pflichtangaben des Umsatzsteuergesetzes geprüft und als vorbereiteter Stapel an BMD NTCS übergeben. Was unsicher bleibt, geht nicht durch, sondern in eine Prüfliste. Gebucht und freigegeben wird weiterhin in BMD — wir arbeiten davor, nicht darin.
Was vor BMD tatsächlich Zeit kostet
Nicht das Buchen. Zeit geht für das Davor drauf: Beleg öffnen, Lieferant suchen, Beträge abtippen, Steuersatz prüfen, bei fehlender UID nachfragen. In der Kanzlei kommt hinzu, dass jeder Mandant seine eigenen Belegbilder mitbringt — dieselbe Rechnung sieht bei zwei Lieferanten verschieden aus, und die Erfassung beginnt jedes Mal von vorne. Automatisiert wird deshalb nicht die Buchung, sondern die Vorbereitung.
- Positionen und Beträge werden abgetippt, obwohl sie im PDF stehen.
- Fehlende Pflichtangaben fallen erst bei der Prüfung auf, nicht bei der Erfassung.
- Belege ohne Bestellbezug bleiben liegen, bis jemand nachfragt.
- Zwischen Mandanten unterscheiden sich Belegbilder stärker als zwischen Kanzleien.
Was übergeben wird
Vier Schritte je Beleg, und der dritte ist der wichtigste: ohne Schwelle darf kein System in die Buchhaltung. Nicht weil die Erkennung schlecht wäre, sondern weil das Ergebnis nicht deterministisch ist — und ein falsch übernommener Steuersatz kostet mehr, als die Automatisierung an diesem Beleg spart.
Auslesen mit Kontext
Felder werden inhaltlich zugeordnet statt nach Position: die Rechnungsnummer wird als solche erkannt, auch wenn sie diesmal rechts oben steht.
Abgleich mit Stammdaten
Lieferant bekannt, UID plausibel, Steuersatz stimmig, Bestellbezug vorhanden. Widersprüche werden markiert, nicht überschrieben.
Prüfung der Pflichtangaben
Gegen § 11 UStG, mit der österreichischen Kleinbetragsgrenze von 400 € statt der deutschen von 250 €. Fehlt eine Angabe, geht der Beleg in die Prüfliste.
Übergabe als Stapel
In das Importformat von BMD NTCS. Gebucht wird in BMD, mit denselben Rollen und Berechtigungen wie bisher.
Prüfliste statt Durchlauf
Unsichere Fälle mit hervorgehobenen Feldern. Der Bearbeiter korrigiert eine Stelle, nicht den ganzen Beleg.
Protokoll für die Prüfung
Ausgangsdokument, ausgelesene Werte, Prüfergebnis, Korrektur durch wen und wann — sieben Jahre nach § 132 BAO, wie der Beleg selbst.
Wie entsteht die Anbindung?
In drei Abschnitten, deren erster kostenlos ist und die einzige Frage beantwortet, die am Anfang zählt: tragen Ihre Belegbilder das überhaupt?
Zwanzig Belege
1 TagSie schicken zwanzig typische Belege, wir schicken das Auslesergebnis zurück — mit der Angabe, wie viele davon ohne Rückfrage durchgegangen wären. Ohne Zugang zu Ihren Systemen.
Pilot an echtem Belegfluss
2 WochenEin Mandant oder ein Belegkreis, echte Eingänge, gemessene Durchlaufquote. Übergabe an BMD noch im Testmandanten.
Produktivbetrieb
4 WochenVollständiger Belegfluss, Prüfliste im Arbeitsablauf, Protokollierung und ein Verfahren für neue Lieferanten und geänderte Belegbilder.
Wann sich die Anbindung nicht trägt
Vier Fälle, in denen wir abraten.
- Unter etwa tausend Belegen im Monat — der Einrichtungsaufwand übersteigt die eingesparte Erfassungszeit.
- Wenn Belege ausschließlich als Fotos ohne Textebene ankommen und Texterkennung nicht gewünscht ist.
- Wenn niemand die Prüfliste bearbeiten soll: ohne zuständige Person wird sie zur zweiten Warteschlange.
- Wenn erwartet wird, dass das System den Vorsteuerabzug beurteilt. Das ist eine steuerliche Entscheidung und bleibt bei der Buchhaltung.
Was dazu gehört
Die Belegverarbeitung selbst, die österreichische Sicht für Kanzleien und der Weg für DATEV-Anwender.
FAQ
Ersetzt das BMD?+
Was, wenn unser BMD-Betreuer keine Schnittstelle freigibt?+
Wie wird mit ausländischen Rechnungen umgegangen?+
Werden die Pflichtangaben nach § 11 UStG geprüft?+
Wird die Kleinbetragsgrenze richtig behandelt?+
Bleibt die Nachvollziehbarkeit für die Betriebsprüfung erhalten?+
Funktioniert das für Kanzleien mit vielen Mandanten?+
Lohnt sich das für einen Betrieb mit eigener Buchhaltung?+
Zwanzig Belege genügen für eine Aussage
Schicken Sie zwanzig typische Eingangsbelege. Sie bekommen das Auslesergebnis zurück und die Zahl, die zählt: wie viele davon ohne Rückfrage durchgegangen wären. Kein Zugang zu Ihren Systemen nötig, keine Verpflichtung — und wenn die Quote zu niedrig ist, sagen wir das.
Noch nicht so weit? zuerst den Ablauf im Ganzen ansehen
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