Microsoft Copilot und Datenschutz: was tatsächlich zu prüfen ist
Microsoft Copilot ist ein gutes Werkzeug für die Textarbeit in Microsoft 365 — und für einen Teil der Fragen, die Unternehmen stellen, das falsche. Diese Seite sagt, worin der Unterschied tatsächlich besteht, wann Copilot die richtige Wahl ist und wann ein eigener Assistent trägt. Ohne die Behauptung, das eine ersetze das andere.
Warum die Frage überhaupt gestellt wird
Die Lizenzen sind oft schon da, jemand hat Copilot ausprobiert, und dann kommt die Rückfrage aus der Rechtsabteilung oder vom Betriebsrat. Meist geht es nicht um das Produkt, sondern um vier Punkte, die bei jedem Cloud-Werkzeug auftauchen und die man einzeln beantworten kann. Wer sie vorher klärt, spart sich die Diskussion im laufenden Betrieb — und die ist teurer, weil dann bereits Daten geflossen sind.
- Wo wird der Text verarbeitet, den ein Mitarbeiter eingibt — und lässt sich das belegen?
- Welche Unterlagen darf jemand überhaupt hineingeben, und wo steht das?
- Woher kommt eine Antwort, und lässt sie sich an der Quelle prüfen?
- Was passiert mit Unterlagen, die nicht in Microsoft 365 liegen?
Worin sich die beiden Ansätze unterscheiden
Sechs Punkte, bei denen es tatsächlich einen Unterschied macht. In allen übrigen — Textentwürfe, Zusammenfassungen, Formulierungshilfe — ist Copilot schlicht das nähere Werkzeug, und das sagen wir auch dann, wenn es gegen ein Projekt bei uns spricht.
Ort der Berechnung
Copilot rechnet in der Microsoft-Cloud, abgesichert über Vertrag und EU Data Boundary. Bei uns läuft die Inferenz auf eigener Hardware im EWR oder in Ihrem Netz — die Frage nach dem Ort beantwortet ein Rechenzentrum statt einer Zusicherung.
Herkunft der Antwort
Unser Assistent belegt jede Aussage mit Dokument und Absatz und meldet eine Lücke, wenn die Antwort im Bestand nicht steht. Für Auskünfte, die jemand später verantworten muss, ist das die Eintrittsbedingung.
Reichweite der Quellen
Copilot ist in der Microsoft-Welt zu Hause. Liegen Ihre Unterlagen in einem DMS wie d.3 oder ELO, in BMD oder DATEV, auf Netzlaufwerken oder in einem Fachsystem, wird die Anbindung zur eigentlichen Arbeit — und die machen wir.
Preisform
Lizenz je Nutzer und Monat gegen einmaliges Projekt mit eigener Inferenz. Bei kleiner Belegschaft gewinnt die Lizenz, bei großer kehrt sich das um; entscheidend ist die Hochrechnung auf drei Jahre, nicht der erste Monat.
Handeln statt Vorschlagen
Copilot schlägt Text vor, ein Agent übernimmt einen Arbeitsschritt: liest den Beleg, prüft gegen Stammdaten, legt den Vorgang an — und übergibt an einen Menschen, sobald er unsicher ist. Das sind verschiedene Aufgaben, nicht verschiedene Qualitätsstufen.
Nachweise für eine Prüfung
Wir liefern Verarbeitungsorte, Protokolle und die Einordnung des Anwendungsfalls als Teil des Projekts. Bei einem Lizenzprodukt stellen Sie diese Unterlagen selbst zusammen — möglich ist beides, die Arbeit liegt nur an verschiedenen Stellen.
Wann Sie uns dafür nicht brauchen
Vier Fälle, in denen ein Projekt bei uns die falsche Ausgabe wäre.
- Die Arbeit findet vollständig in Microsoft 365 statt, und es geht um Entwürfe und Zusammenfassungen.
- Die Belegschaft ist klein genug, dass Lizenzkosten pro Kopf nicht ins Gewicht fallen.
- Es gibt keine Anforderung, Antworten zu belegen — niemand muss sie später verantworten.
- Der Bestand ist gepflegt, übersichtlich und liegt vollständig in SharePoint. Dann ist die Anbindung, die wir bauen, schon vorhanden.
Gegenüberstellung
Keine Wertung, sondern die Stellen, an denen sich die Entscheidung tatsächlich unterscheidet.
| Worum es geht | Microsoft Copilot | Eigener Assistent |
|---|---|---|
| Ort der Inferenz | Microsoft-Cloud, EU Data Boundary | Eigene Hardware im EWR oder Ihr Netz |
| Quellenangabe | teilweise, abhängig vom Kontext | zu jeder Aussage, mit Absatz |
| Fehlende Antwort | wird meist formuliert | wird als Lücke gemeldet |
| Quellen außerhalb Microsoft 365 | begrenzt | DMS, Fachsysteme, Netzlaufwerke |
| Preisform | je Nutzer und Monat | Projekt einmalig, Betrieb ohne Kopfpreis |
| Verfügbarkeit | sofort, Lizenz genügt | sechs bis zwölf Wochen Einführung |
Die letzte Zeile ist die ehrlichste: Copilot ist morgen da, ein eingeführter Assistent nicht. Wenn die Aufgabe mit Copilot gelöst ist, ist das die günstigere Antwort — und wir sagen es Ihnen im ersten Gespräch.
Was dazu gehört
Vier Seiten, die die Punkte oben im Einzelnen behandeln.
FAQ
Ist Microsoft Copilot DSGVO-konform?+
Was ist der tatsächliche Unterschied zu Ihrem Ansatz?+
Wann ist Copilot die bessere Wahl?+
Wann trägt Copilot nicht?+
Kann man beides parallel betreiben?+
Verwendet Microsoft unsere Eingaben für Training?+
Was kostet der Vergleich in Zahlen?+
Ersetzt Ihr Assistent die Microsoft-Suche?+
Die Entscheidung fällt am Anwendungsfall
Nennen Sie die Frage, die in Ihrem Haus mehrmals täglich gestellt wird, und wo die Unterlagen dazu liegen. Daran lässt sich in einem Gespräch sagen, ob Copilot reicht, ob ein eigener Assistent nötig ist oder ob beides nebeneinander gehört. Diese Auskunft kostet nichts und endet in etwa der Hälfte der Fälle mit «dafür brauchen Sie uns nicht».
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